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es ist viel passiert…

THEATERhimmel : April 19:46 h 2020 / 10 Farben pigment print / Edition 5

2016 habe ich mein Berliner Atelier aufgegeben. Mein neuer Lebens- und Arbeitsraum liegt seitdem in der Lippischen Toskana (NRW) – eine gute Entscheidung – rückblickend. Die 2018 entstandene Installation installation / gentrification, hat die Hintergründe dieses radikalen Standortwechsels, von der Großstadt in eine ländliche Region, ohne urbane Nähe und Autobahn Anbindung zum Inhalt – demnächst zu sehen und zu hören unter »installation« .


Nun lebe und arbeite ich also überwiegend in Schwalenberg, einem sehr kleinen Ort mit uralten Fachwerkhäusern, einer Burg, viel Wald, an Flickenteppiche erinnernde Felder und – einem Weinberg. Das besondere Licht dieser sanften Hügellandschaft ließ schon Mitte des 19. Jahrhunderts Berliner Künstler, wozu auch Mitglieder aus dem Verein Berliner Künstler gehörten, jeden Sommer zum Malen unter freiem Himmel hierher kommen. mehr dazu…

Auch ich gehöre zum Verein Berliner Künstler und kam seit 2001 jeden Sommer nach Schwalenberg – anfangs eine Woche. Später zwei, immer länger und länger, bis ich blieb; mich neu sortierte und die Annäherung an mein neues Leben begann. Mit fotografischen Skizzen des Neuen; immer verwoben mit Vergangenem, manchmal sehr Altem.

Heute ist aus dem erforschenden Suchen ein staunendes Beobachten geworden und das gesammelte digitale Material zeigt mir fotografische Bilder, die Geschichten erzählen, Fragen stellen, Wege zu neuen Themen weisen. So entsteht meine digitale Kunst in Sequenzen und Installationen – manchmal in Kombination mit Poesiegedichten.

Ganz aktuell erfüllen mir paradoxerweise gerade die Corona bedingten Einschränkungen einen seit langem vorhandenen Wunsch: ich finde die Zeit, einen ersten iPhone-Film entstehen zulassen. Experimentell spiele ich mit dem Blick, der aus dem Nachttraum erwacht, einen sehr begrenzten Radius erfasst, Bilder, Gedanken und Geräusche entstehen läßt. Diese Art zu arbeiten ist aufregend neu, oder letztendlich nur die konsequente Weiterentwicklung aus allem Bisherigen?
Geplant ist ein Film als Erweiterung der 2020 entstandenen installativen Sequenz 4WANDreise die hoffentlich Ende 2021 im Robert Koepke Haus gezeigt werden kann.

Daneben entwickeln sich meine konzeptuellen Kunstprojekte weiter: 12 Monate – 12 Originale, eine Sammlung multipler Kunst in Kalenderform (seit 32 Jahren), der Kunstverein Schieder-Schwalenberg (Leitung seit 2019) und der Schwalenberg-Kalender, in Kooperation mit Regina Zelms / Kelter UND Kulturverein.